Animelyse: Clevatess

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Hatte die Grundidee von Clevatess gelesen und war ziemlich happy das es schon eine deutsche Dub gab. Die erste Episode in Überlänge zu bringen war eine gute Idee, denn es ist unglaublich interessant. 

 

Man startet in düsterer 08/15 Fantasywelt wo vier Bestien den Menschen etwas "eingrenzen". Die Menschen/Elfen/Sonstige wollen das natürlich nicht, also Kampf gegen die Bestien, und die Episode startet sozusagen mit den 13 großen Helden die gegen Clevatess ziehen,

 

Ich war zumindest dankbar das man nicht mit seltsamer "Hightech Magie" nutzte oder es zu bunt machte, die Welt erinnerte mich stark an Übel Blatt und Record of Lodoss War

 

Keine Helden, aber Babysitter

Ich glaube ich hätte den Anfang noch mehr gemocht wenn man die 13 Helden näher beleuchtet hätte. Klar ist es der "Twist" das sie schnell sterben, aber wäre es nicht schockierender gewesen wenn man diese Typen besser gekannt hätte? War überhaupt keine clevere (haha) Idee 13 Wildfremde miteinanderloszusenden, wären Sechs die sich kennen und miteinander gekämpft haben nicht weitaus sinnvoller gewesen?

Auf jeden fall ist es ein großer "WTF" Moment als Biest Clevatess die Helden mal eben wie Insekten plättet, sehr unterhaltsam, morbide und unerwartet ^^ Dann zerstört er mal eben die Hauptstadt der Elfen und am Ende der Episode hat er also ein Baby am Hals und eine Untote Dienerin mit dem Namen Alicia XD 

Man, ich mochte die Szenen rund um Clevatess und dem Baby Luna. Ich finde es allgemein immer sehr unterhaltsam wenn das "Der Gott hat keine Ahnung von alltäglichen Dingen"- Trope ausgespielt wird, ich musste ehrlich breit grinsen als er Alicia fragte was denn nun wieder eine "Bezahlung" sei XD Doch nach der (überlangen) Episode 1 ist die Prämisse geklärt: "Klen" wird als Lehrer für das Baby und mit Alica das Kind großziehen, um zu sehen ob die Menschheit es wert ist weiterzuleben. 

 

Die Figuren funktionieren auch gut: Alicia ist eher eine toughe, ernste Frau ohne großen Raum für Humor oder Zurückhaltung, sie könnte problemlos im Anime Claymore mitspielen, aber sie ist natürlich wiederum an ihren neuen Meister gebunden. Die Serie macht auch einen Punkt das "nahezu unsterblich" sein vielleicht nicht immer ideal ist, vor allem nicht als weibliche Sklavin bei Bergbanditen, eine fiese Szene als sie einen Sturz "überleben muss" >.<  

 

Freunde & Feinde

Der Bergräuber-Arc war eh klasse fand ich: Man lernt die (verdammt düstere O_o) Backstory von Nell kennen, die mal eben Missbrauch und Fehlgeburten(!) aufweisen kann, großen Respekt auch an die deutsche Synchronsprecherin (die netterweise nirgendwo gelistet ist, was zur Hölle Internet?) die es schafft die "zahnlose" Nell ebenso wie die wiedergeborene Nelluru gut einzufangen. 

Auch wie Alicia dann an das Schwert kam (man kann als Unsterbliche halt nicht ertrinken) war kreativ gelöst, und ich war ehrlich ziemlich neugierig wie es weitergehen sollte, denn bis dahin war alles so spannend: Der Räuberkönig und sein Trollweibchen, der Kampf in der Mine, Nellurus Reanimation, das war alles ziemlich spannend und dicht beschrieben...

 

... doch dann, so ab Episode 7-8 baute der Anime erstaunlich für mich ab. Nicht massiv oder gigantisch aber ich war doch eher ernüchtert. Man konzentriert sich auf den Schurken Drel und seine Schergen, aber ich gebe zu das kam alles viiiiel zu schnell in der Geschichte. Sollte Alicia wirklich nach 12 Episoden den Mörder ihres Vaters besiegen? Da wurde mir zu wenig von der Welt gezeigt, und es gab auch irgendwie zu viele Nebenfiguren die dann Raum in der Geschichte für sich beansprucht haben.

Wir haben diese blauen Lanzenritter, wir hatten die (zugegeben ganz nette) Mutter des Babys, wir hatten die Magierin  aber wie gesagt wirkte das alles zu überhastet und allzu kreative Figuren sind das auch nicht, wie viele grinsende Psychopathen wie Meynard hatten wir inzwischen in den letzten 100 Animeserien dieser Art? 

Es kann natürlich noch um die beiden Handlanger interessanter werden, aber so richtig gefesselt hatte mich das Finale wirklich nicht. 

 

Fazit

Eine Staffel mit einem starkem Start und einem durchwachsenem Ende. Wenn ich dagegen an sowas wie der Animeserie Helck denke (24 Episoden für eine Staffel zugegeben) wirkt die Geschichte hier offen gesagt sehr gerushed. Wenn ich nicht mehr über die Welt und ihre Bewohner erfahre lässt mich auch so ein massiger Endkampf etwas kalt. Klar ist offensichtlich das andere Götter da ihre Hand im Spiel haben, aber so massiv neu ist das ja auch nicht. Mal sehen ob Staffel 2 besser wird. 

 

Was meint ihr? 

 

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