... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^
Null Idee worum es geht wie so oft, aber dann erinnerte mich das ich die Grundidee irgendwo schonmal beim Glühwürmchen Express gelesen hatte und es ist eigentlich ja interessant: Kinder bekommen Briefe aus der Zukunft um ihre Gegenwart zu verändern.
Und hey, es ist besser als "dreizehnter Ecchi Harem" oder "fünfzehnter Isekai" doch ich gebe zu ab und an hatte ich schon einige Frustmomente mit Orange, ganz zuerst: Die Figuren sind ziemlich eindimensional, etwas das ich seltener aus Animes und eher aus Cartoons oder Jugendfantasy kenne. Die Jugendfreunde hier sind herzensgute Kameraden die füreinander das letzte Hemd geben. Ist das erfrischend und positiv? Klar. Wann haben mich an meinem ersten Schultag fünf Mitschüler von sich aus gefragt ob ich mit ihnen abhängen will? So ziemlich Niemals ^^;
Aber gut, ich meine es KANN so etwas geben und es ist ja immerhin eine positive Message für seine Freunde da zu sein.
Es war immerhin ein guter Kniff das man sehr kurz in die Zukunft blicken durfte, wie Naho und Hiroto zum Beispiel ein Kind haben war süß, und man erfährt halt auch das Kakeru Selbstmord begangen hat.
Nur macht mich diese Briefe-Idee teilweise wahnsinnig: "Ladet Kakeru nicht mit euch ein zu feiern" ist Zukunfts-Nahos Rat. ANZUFÜGEN "Denn wenn er seine Mutter versetzt begeht die Selbstmord" fällt der Plunze natürlich nicht ein, ist nicht gerade sinnvoll das Detail auszulassen -.-;
Oder auch "Oh ich habe seitdem den Brief nicht weitergelesen" ich meine kennt ihr einen Menschen der einen Brief aus der ZUKUNFT kriegt und MITTEN im Brief aufhört? Ja okay, man hätte vielleicht Angst mehr zu erfahren als man will aber mal im ernst, das ist doch wirklich so vage ausgespielt damit die Schüler sich immer noch selber überraschen können.
Ansonsten sind die Charaktere natürlich nett, ich meine sie sind eindimensional nett aber keiner von ihnen ist anstrengend. Naho als Hauptfigur ist zwar ab und an ein wenig arg scheu und schüchtern aber nie so das man ihr was missgönnen würde, aber es gab halt diese Momente bei denen man ja selbst immer zurückblickt und denkt "Was wenn ich Nein statt ja gesagt hätte oder umgekehrt?" Das macht ja die Jugend aus und das ist ein schöner Gedankengang für eine Serie.
Kakerus Dilemma mit Depressionen waren für mich selbst ziemlich glaubwürdig, ich meine wie er versucht das unter seinen alten Freunden anzusprechen und sie das weg-lachen ist unangenehm glaubwürdig, die Darstellung seiner Krankheit war schon geschmackvoll, ist ja auch nicht immer gegeben bei Animes wo manche dann zu Karikaturen werden.
Schlimmer fand ich dann wieder diese eindimensionale Herangehensweise anstrengender: Auftritt der "Schulzicke" Rio die Kakeru dated.
Rio ist absolut unsicher, manisch, zickig, intrigant, gemein und egoistisch. Nicht mehr ganz so unglaubwürdig für mich wie sechs allerbeste Freunde, doch auch hier wird gar keine Erklärung gegeben WIESO sie sone Zicke ist, sie ist halt das "Problem" das Naho überwinden muss, sehr generisch.
Der Rest der Serie behandelte natürlich viele Schul-Tropes, das Sportfest natürlich voran und Tests und Baseball und sowas, doch es bleibt immer nett für den Hintergrund, Hauptmoment ist (selbstverständlich) der Staffellauf der Freunde die dramatisch einander ihre Wünsche mitgeben, natürlich etwas kitschig aber ich gebe zu ich fand es ansprechend und es war einer der vielen Feelgood-Momente der Serie.
Die "Verändern wir die Zukunft?" Idee wurde ja auch dann rund um das Liebesdreieck Naho, Kakeru und Hiroto ausgespielt: Würde wenn Kakeru überlebt nicht die Ehe von Naho und Hiroto quasi rückwirkend "vernichtet?" Ich war etwas genervt das Hiroto (vollkommen unsinnig) sagt "Hey, schnapp sie dir Kakeru" aber man kann natürlich argumentieren das das so halt gewesen wäre wäre Kakeru nicht gestorben, doch ich hätte mir da ein wenig mehr Konflikt gewünscht, immerhin gab es mit dem "Die Zukunft steht nicht fest und wir schreiben sie" Gedanken einen versöhnlichen Abschluss.
Eine gute Serie. Nicht perfekt, und für manche sicher zu kitschig, doch Orange ist immerhin mal wieder eine interessante Idee die die "Zeitreise"-Thematik nicht komplett zerkaut aber doch unterhaltsam einbindet. Natürlich kann man mäkeln (Tut er ja auch, Anmerkung der Redaktion) aber letztendlich hat man denke ich ein unterhaltsames Erlebnis.
Oder was denkt ihr?
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HotaruKiryu (Mittwoch, 30 April 2025 02:06)
Du hast einige interessante Punkte angebracht, die ich auch so sehe. Tatsächlich fehlt dem Anime ja noch etwas Inhalt des Manga, aber ich verstehe das man diese in einen Film gepackt hat, auch wenn sie selbst das nicht zu Ende adaptiert haben. Verpassen tust du aber nicht viel, weil sich die Geschichte auf die Protagonistin und Hiroto konzentriert, aber ... ist eine Nebengeschichte für mich, die man hätte nicht unbedingt reinpacken müssen. Es hat einige nette Ideen, eben mit den Briefen und schneidet Themen wirklich gut an, aber der Kitsch ... meine Güte. Trotzdem mutig, das mal ein Junge depressiv ist und nicht wie ich es mittlerweile öfter kenne, das Mädchen. War aber trotz allem sonst eine gute Animeadaption, würde ich sagen.
Sehr gute Review mit den Fakten im übrigen, kann ich so unterschreiben.