... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^
Junge Junge, über diesen Anime kann ich zumindest eine Menge erzählen ^^ Platinum End kannte ich grob als "Das neue Werk des Death Note Mangaka" und ähm DAS hätte ich wohl auch so gemerkt. Ich schwöre euch, man könnte fast eine 1 zu 1 Parallele ziehen: Junge bekommt dank übernatürlichem Wesen die macht die Welt zu verändern. Diesmal kein Todesgott sondern ein Engel und der Held ist das genaue Gegenteil vom letzten, aber ansonsten ähnelt sich vieles... bis auf die Limits.
Platinum End wirkt auf mich als haben die Macher gesagt "Egal, machen wir was wir wollen" und alle möglichen Ideen auf die Leinwand geworfen... nur um die Hälfte hastig abzubrechen. Vielleicht ist die Anime Adaption auch überhastet, aber ich könnte einen Counter von "Figuren die viel mehr Zeit hätten bekommen können" machen... ach, wieso nicht? ^^;
Mirai hat ein grauenhaftes Leben und bekommt die Macht dank Engel Nasse das zu ändern. Zählen wir erstmal Engel Nasse zu den Figuren die absolut hinter ihrem Potenzial bleiben. (1) Alle Engel sind leider recht vergesslich und Klischee, aber Nasse war ganz interessant. Sie will ehrlich und heiter das Mirai wieder einen Sinn im Leben findet... das er dafür Leute ermorden, manipulieren und dem Tode überlassen soll ist da doch komplett egal! Der weibliche Engel hat lustigerweise vom Helden abgesehen absolut keine Moral und Gewissensbisse, selbst als Mirais Freundin Saki mit dem Leben bedroht wird deutet Nasse gegenüber Mirai an das er sicher "irgendwann über sie hinwegkommen könnte". Leider bleibt sie sonst fast nur eine Hintergrundfigur die diverse Regeln erklärt und sie einmal am Ende bricht, aber es kommt letztendlich zu wenig dabei herum.
Ich dachte mir sofort das der Protagonist nun erstmal einen Rachefeldzug ala Kira machen würde, aber eigentlich will er nur als erstes die Bestätigung das seine Eltern wirklich von seinem Tante und Onkel ermordet wurden... was wirklich passierte, und zum Ende von Onkel und Tante führte.
Das was mich da am meisten irritierte war das Onkel und Tante (Ähm nein, die haben tatsächlich keinen Namen XD) noch Kinder hatten... und die tauchten NIEMALS im Anime auf! Deren Eltern ermordeten sich gegenseitig? Man sieht sie zweimal in einem Bild, und das ist es! (3) Ich dachte die haben wenigstens ne Szene mit Mirai, aber nö, wozu hatten Tante und Onkel überhaupt leibliche Kinder? ^^;
Dann wurde halt das übliche Mirai Nikki/BattleRoyale/Eden of The East Spielchen erklärt: Gott werden, 12 Kandidaten und wenn man sich einigt oder sich alle gegenseitig ermorden dann hat man gewonnen, ähm viel Glück.
Toll (und ziemlich konstruiert) das Mirais liebste Saki natürlich auch eine Kandidatin war, aber ich musste schon schmunzeln als sie ihn mit einem Pfeil erwischt und er einen Monat heiter und verliebt sein darf ^^; Saki ist eigentlich keine vergeudete Figur, aber super super generisch und eigentlich nur herzensgut, nett, nett, herzensgut und langwellig wie Beige Farbe.
Leider waren alle restlichen Kandidaten teilweise sehr 08/15: Wir haben einige die fast augenblicklich sterben, wie alle drei Kandidaten die im Baseball Stadion auftauchen, also die zwei Kerle und das kleine Mädchen (6) und auch später stirbt der junge Susumu der es schafft einen der Oberbösewichte eiskalt zu erwischen... nur um dann sinnfrei von einem Polizisten erschossen zu werden. (7)
Aber Bösewichte ist ein gutes Stichwort: Metropolitan Man war eigentlich ein Kira verschnitt der die erste Hälfte der Serie ganz unterhaltsam war. Selbst seine gestörte Liebe zu seiner Schwester war ein ziemliches Thema, und letztendlich auch seine größte Motivation Gott zu werden. Er geht sehr rabiat vor und hat auch schnell einige Handlanger... wie eine Frauenmörderin ohne große Rolle (8) und einige.... naja, "Mini Bosse" wie eine irre Virenärztin, nen Army-Dude, sie wirken offen gesagt fast wie He-Man Bösewichte XD Größere Rolle hatte noch Hajime der wohl das vielleicht "tragischste" Leben von allen Figuren hatte.
Hässlich geboren, ungeliebt, Arm, ewiger Außenseiter fast das exakte Gegenteil zu Metropolitan Man interessanterweise. Dann bekommt er endlich die Möglichkeit sein Leben zu ändern... und kann erst nicht mit seinem Aussehen zurechtkommen, und als er das regelt kann er immer noch nicht sozial mit anderen Menschen agieren, das ist irgendwie schrecklich tragisch und deprimierend. Immerhin kann er sich im letzten Moment zum guten Wandeln und halbwegs "friedlich" sterben, aber auch um ihn hätte man eine ganze Serie machen können.
Metropolitan Man starb nebenbei ziemlich glorreich, ich mochte es wie absurd arrogant der Kerl war. Als er endlich wirklich droht zu sterben beginnt er panisch frieden zu heucheln, und verspricht Saki hysterisch das er sie heiraten würde, was ich großartig schmierig finde, so will ich auch mal enden XD
Am Ende kommt als "Bösewicht" noch Professor Yoneda ins Rampenlicht der aber weniger aggressiv und eher kalkuliert agiert. Er möchte schlicht eine Welt ohne Gott schaffen, ich nehme an hauptsächlich weil er mit Menschen allgemein wenig anfangen kann. Ist allgemein eh ein großer Bruch der Geschichte da die Action deutlich weniger wird und das reden und debattieren länger wird. Die restlichen Kandidaten die dann noch recht spät auftauchen sind leider eher Klischees: Wir haben noch eine eher verwöhnte luxussüchtige Dame (9) und einen "Mini L" mit Shuji der jedem den Selbstmord ermöglich will der ihn möchte (10).
Mirai als Figur ist halt extrem selbstlos und gutherzig, was nur bedingt funktioniert bedenkt man seine Lebensumstände. Ist natürlich eine positive Nachricht aber ich kann jeden verstehen den das die Serie über irritiert. Immerhin Pluspunkte für das absolute Insane Ending: AUSLÖSCHUNG DER WELT! XD Ich meine es wird noch etwas romantisiert aber man, hier hat der Autor einfach mal das Mic droppen lassen um ein extrem denkwürdiges Finale hinzulegen, obs sinnvoll macht und den Leser zufrieden zurücklässt war da sichtlich egal schätze ich XD
Mich haben nebenbei diese ganzen Power-Ranger Anzüge irritiert, ging es nur mur so? Immerhin lustig als es zum Kampf kommt und ein Schurke erwähnt "Boah, ich will Red's Kostüm nachdem ich ihn umgebracht habe" haha XD Aber ja, es wurden Minimum 10 Figuren irgendwie halbherzig eingebaut und ignoriert, der Ton der Geschichte schwankt stellenweise und das Ende ist ähm... ich meine man hat definitiv einen denkwürdigen Anime, aber ich privat war doch sehr enttäuscht vom vergeudeten Potenzial vieler Figuren.
Wie fandet ihrs?
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Pendergast (Donnerstag, 31 Juli 2025 13:31)
Das, was mich an Platinum End meisten ärgert... abgesehen von einem langweiligen, generischen, niemanden verletzen wollenden Hauptcharakter, Klischees usw. ist, wie verdammt schrecklich die Romanze in der Serie geschrieben ist. Ernsthaft, Saki war für etwa Sieben popelige Episoden so unterentwickelt und ist es immer noch. Es fühlt sich an, als wäre sie nur da, um etwas Ecchi reinzubringen und die generische Liebesinteresse-Trope zu erfüllen. In Death Note war es in Ordnung, Misa nicht allzu sehr ins Rampenlicht zu schreiben, weil Light von Anfang an so manipuliert war, dass er sie nicht mochte, aber Mirai soll "wahnsinnig" in sie verliebt sein, und als sie zusammenzogen, machten sie überhaupt keine verdammte Sache daraus. Dann entwickeln sie sie für etwa vier weitere Episoden in keiner Weise weiter und geben ihr dann die generischste Hintergrundgeschichte aller Zeiten.