Animelyse: Unnamed Memory (Staffel 1)

Story:

... äh... die solltet ihr kennen <.< Sorry, das ist keine Review für Leute die das noch nicht kennen, das ist eher was für Leute DIE DIE SERIE SCHON GESEHEN HABEN ^^ Ich Spoiler hier also wer es noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben will: Schaut es, kommt wieder und dann sagt was ihr davon haltet ^^

 

Also nochmal...

Ein Anime bei dem ich sofort dachte "Schreib dir den Namen auf, den vergisst du 100%tig" und ähm ja... Unnamed Memory, reine Ironie? ^^; Wobei ich gleich mal zurückrudere: Das ich uralt bin und bei 100 Anime Titeln einen vergesse sagt nichts über die Qualität einer Serie aus. Manche Anime kann ich mir nur leichter merken weil 100 Fans  sie alle zwei Sekunden ins Internet kreischen, das ist keine Kunst ^^

 

Doch ich dachte mir "Schauen wir mal wieder etwas das nicht jeder bespricht und vielleicht finden wir eine Perle" und so landete ich bei einer Art Fantasy Romanze um einen König (bzw. anfangs Prinzen) und einer Hexe.  

 

Unnamed Memory hat einige nette Ideen, einige brutale Schwächen und insgesamt ein durchwachsenes Gesamtbild, soviel vorweggenommen. 

 

"Heirate mich Milf!"

Die Beziehung zwischen... *Google absuch* Oscar und der Hexe Tinasha war der Schwerpunkt. Ich hab etwas die Augen gerollt als "Mister Übermächtig" mal eben den verzauberten Turm absolvierte, aber immerhin war die Hexe auf seiner Augenhöhe und so war die Dynamik nicht vollkommen langweilig, es gibt genug Animes wo der Kerl 20 Mädels als seinem Harem hätte.   

Sein Fluch ist dann der Punkt den die Hexe und ihn etwas aneinander bindet, ich fand sein "heiratet mich doch" Ansatz n bisschen gruselig, doch es wird eher als Comedy-Aspekt ausgespielt? Ich weiß nicht wie ich das finden sollte, aber immerhin war Tinasha immer kompetent, unaufgeregt und keine dusselige Tsundere, und so... denke ich funktioniert das Miteinander eigentlich. Es ist nicht die größte Romanze der Welt, und das will es auch nicht sein, aber letztendlich kommt es ohne Ecchi und größerem Cringe aus, und das ist heutzutage ja schon eine Menge wert.

 

In Staffel 1 entwickelt sich zum Glück auch alles recht schnell: Der Fluch wird irgendwann gebrochen! Hätte gewettet das würde sich die komplette Serie hindurchziehen aber denkste, Tinasha schafft es irgendwann, und gegen Ende der Staffel werden beide auch körperlich, das ist auch eigentlich ziemlich selten in Animes, da wird maximal was angedeutet oder ganz ganz am Schluss der Serie gibts nen Kuss, aber nein, auch hier, Bäm, Ehebett XD 

Es ist auch nett das das Argument "Ich schwächere mich mit Körperlichkeit" ein Aspekt war, aber letztendlich in Kauf genommen wird: Am Schluss bist du wenn du dich bindest halt eben doch stärker als alleine. Also ist dieser Anime großartig und klasse? Ähm... reden wir mal über die Nebenfiguren. 

 

Welche Nebenfiguren???????

Man kann es niemandem verdenken der jetzt grübelt, aber doch: Es existieren faktisch neben dem Paar andere Figuren. Das sie absolut Eindimensional sind (zweidimensional finde ich zu viel des Lobes) und fast gar keine Relevanz haben ist da scheinbar Nebensache?  Ich hatte noch Hoffnung das der Diener des Prinzen/Königs (nein, keiner dieser Namen verdient es gegoogelt zu werden) hätte noch eine gewisse Relevanz, aber nein, er verschmilzt wie alle anderen Komplett mit dem Hintergrund. Selbst sein angedeuteter Tod am Anfang war eine komplette Enttäuschung, Oscar wirkte nicht mal massiv betroffen Ò_O Danke auch?

Der restliche Hofstaat ist auch schwächer als jede Fire Emblem Crew: Ich bin der alter Magier, ich bin der Kommandant der Wache, ich bin die weibliche Zauberin, ich bin der Vater des Helden, ich bin das weibliche Mitglied der Wache, das sind alles längere Definitionen als es Unnamed Memory hatte. 

Alle sind auch relativ nett, simpel, und eigentlich nur Stichwort-Geber für die beiden Hauptfiguren und das fand ich ziemlich enttäuschend. Der einzige Nebencharakter der noch ansatzweise Relevanz hatte war der Schurke Lanak der sich als der böse Magierkönig etablieren möchte. 

Ist es ein Trend das die Bösewichte der letzten Jahre immer weiß-silberhaarig oder Blond sind? Vielleicht nur subjektiv. Das sich Tinasha ihm anschließt war natürlich kaum überraschend um Oscar zu schützen, interessanter war nochmal die Backstory wie er als Verlobter der kleinen Tinasha versucht das Herz rauszuschneiden, echt "charmant" aber immerhin effektiv gruselig O_o;

 

Am Schluss der Staffel reist also Oskar in der Zeit zurück und macht den Back To the Future, irgendwie nett aber auch etwas abgestanden, ich schätze so löscht man einen Großteil der letzten Entwicklungen. 

 

Fazit

In einer Szene wirkt Oskar plötzlich düster und trägt Tinasha gegen ihren Willen... da hatte ich eine Sekunde die Hoffnung der etwas steife und arrogante König wäre sogar der Schurke, aber er wollte sie ja "nur erschrecken"... ne Hexe mit mächtigen Kräften. Ähm ja. Ansonsten war der Anime... irgendwie durchschnitt. Die interessanten Hauptfiguren leiden halt darunter das die Fantasywelt super generisch ist und den Nebenfiguren keine zwei Minuten Zeit gewidmet wird, und so ist das eher ein "Kann man sehen" Anime... wo man aber eine Menge Alternativen hätte. 

 

Oder was meint ihr?

 

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