Kames alternativer Titel:
"Die etwas Anderen Two and a Half Man O_0;"
♥ Die Inhaltsangabe
Als Vater hat man es nicht leicht, vor allem wenn man Witwer ist:

Takaomi hat seine Frau verloren, also müssen er und sein Sechsjähriger Sohn Haruomi alleine zurechtkommen... zumindest in der Theorie. Praktisch hilft Takaomis Arbeitskollege Nomura beim Kochen, Putzen und allgemein im Alltag wie die beste Hausfrau von allen. Er ist homosexuell und hat sich offen in den alleinerziehenden Vater verguckt, sehr zu dessen Irritation. Takaomi ist sich über seine Gefühlswelt selten klar, während Nomura es kaum schafft Grenzen zu erkennen oder einzuhalten. Können diese beiden Männer am Ende zusammenfinden? Oder endet diese neue Familie schnell in einem flüchtigen Tagtraum?
Zitat des Bandes:
"Mein Herz macht Powa-Powa!"
♥ Die Gedanken eines Kerls dazu Ö_Ö;
Sehr frustrierend zu lesen für mich. Ständig lese ich über Schüler deren Beziehungen von eifersüchtigen Stiefgeschwistern oder Cousins plump dramatisch torpediert werden. Hier haben wir

einen Witwer mit Kind der mit einer neuen Liebe und geschlechtlicher Ausrichtung zu kämpfen hat, also etwas viel glaubwürdigeres. Was macht man draus? Einen sehr sehr sehr seichten Feelgood-Manga wo sehr wenig Konflikte entstehen. Hat der Sohn vielleicht Probleme mit einem zweiten Papa? Unsinn, breit lächelnd wird Nomura akzeptiert und alles jubelt und klatscht, sehr "realitätsnah". Selbst die Mutter (oder Schwiegermutter, das wird nicht klar) nimmt die Nachricht sehr gelassen auf, kein Konflikt über die Verstorbene, das Kind, die gesellschaftlichen Probleme, absolut kein "Fleisch" an diesem Knochen. Auch das Nomura ein wenig arg aufdringlich ist hilft wenig mir diesen Manga schmackhaft zu machen.
Die Checkliste:
-> Zwei Kerle auf dem Cover?
Eher EINE Familie :P
-> Irgendwo ein Mädel im Plot?
Die (Schwieger?)Mutter und eine Arbeitskollegin bekommen minimal eine Rolle, immerhin
-> Gibts ein typisches Mißverständnis?
Zum Glück nicht, es braucht nur eine Nahtod-Erfahrung um einen Mann zum umdenken zu bewegen XD
-> Wie "körperlich" ist der Manga?
Nicht mehr als ein Kuss, als kleines Plus
♥ Mein Urteil
Ich möchte nicht sinnfrei nörgeln, aber dieser Manga war für mich leider eher eine Enttäuschung. Die Figuren sind alle sympathisch (auch wenn Nomura 1-2 Minuspunkte bekommt) aber erhalten auch keine große Backstory. Takaomis Frau und ihre Beziehung wird sehr flüchtig behandelt und Nomura ist allgemein ein leeres Blatt. Das ist ersichtlich ein sehr seichter Manga für Freunde von warmherzigen, sehr konfliktfreien Geschichten, und wem das gefällt (minus irgendwelcher Erotik) der hat wohl mehr als ich davon, doch bei dieser Ausgangsidee war ich doch eher ernüchtert.
Kennt ihr den Manga? Seid ihr große Fans? Oder fandet ihr ihn auch ein wenig zu unaufgeregt? Kommentare, Korrekturen und sonstige Kritik gerne gelesen ^^
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